Die Anreise erfolgte per Zug schon einen Tag früher, da es mit einem Nachtflug nach Madeira gehen sollte und die Deutsche Bahn leider keinen günstigen Zug anbieten konnte. Durch eine Verspätung kurz vor Frankfurt a.M. kam ich leider nicht mehr rechtzeitig auf dem Flughafen an, um meinen Koffer noch abgeben zu können. So durfte ich ihn die ganze Nacht mit mir rumschleppen, da der CheckIn erst wieder zwei Stunden vor dem Abflug geöffnet wurde. Also ca. sieben Stunden auf dem Flughafen warten bis zum Abflug...
2. Tag - Flug nach Madeira / Erster Rundgang (25.08.2005)
Der Airbus A321 der LTU war gut gefüllt und trotz Fensterplatz konnte ich den meisten Teil des Fluges nichts erkennen, da wir über der recht dichten Wolkendecke flogen. Auch Madeira kam erst kurz vor der Landung in Sicht, als wir wieder unter die Wolkendecke sanken, dafür war der Anflug grandios: zuerst über dem Atlantik parallel am Flughafen vorbei um dann mit einer 180° Schleife direkt die Landebahn anzusteuern. Das Ende der Landebahn kam zum Schluss bedrohlich nahe, was aber eine Täuschung war, da die Landebahn nicht eben, sondern etwas gebogen ist. Das sahen wir später noch, als wir mehrmals den Anbau hindurch fuhren. Ankunft in Madeira ca. 7 Uhr, wir mussten aber noch ca. eine Stunde warten, bis das nächste Flugzeug mit weiteren Mitgliedern unserer Gruppe eintraf. Die Zeit wurde genutzt um von der Flughafen-Terrasse die startenden und landenden Flugzeuge zu beobachten.
Als diese eintrafen ging es los ins Hotel. Den Gedanken ein Fahrrad auszuleihen gab ich allerdings recht schnell wieder auf - gigantische Berge und herrliche Schluchten waren während der Fahrt zu sehen, aber viel zu steil um mit dem Fahrrad hinauf zu fahren. Auf der anderen Seite wogten die Wellen des Atlantiks. Das Hotel, die „Quinta Alegra“, war wie erwartet ein klasse Hotel, es wurde erst vor drei Jahren gebaut. Von der Hotelterrasse hat man einen herrlichen Blick hinüber nach Calheta und auf den Atlantik. Vier Einzelzimmer des Hotels befinden sich in einem kleinen Nebengebäude, was aber auch nach Meinung der anderen Mitreisenden kein Nachteil war - für eine Person sehr grosszügig bemessen und mit eigener Terrasse, ausserdem Blick in die Berge und auf Calheta. Der Versuch etwas Schlaf zu finden, nach der langen Nacht auf dem Flughafen, blieb erfolglos und so unternahm ich eine erste kleine Erkundungstour in der näheren Umgebung. Leider war teilweise recht viel Müll auf den Grundstücken zu sehen, was, wie uns später Manuel (unser Reiseleiter) erklärte, daran lag, das früher eben aller Müll auf diese Weise abgelagert und einmal im Jahr abgebrannt wurde. Seit die EU auch auf Madeira Einzug gehalten hat, gibt es aber eine Müllabfuhr und die Situation bessert sich. Nach mehreren Versuchen fand ich dann auch einen kleinen Laden, in welchem ich mich mit Wasser für die nächsten Tage versorgte. Meistens wurde aber vor Beginn der Wanderung an einem Laden angehalten und jeder konnte sich mit Getränken und Verpflegung für den Tag versorgen.
Zum Abendbrot trafen dann die
letzten Teilnehmer unserer 16 Personen starken Gruppe ein.
Das Essen war schon ein erster Vorgeschmack auf die
weiteren Tage - sowohl vom Umfang (reichlich) und vom
Geschmack her (sehr gut). Fast immer gab es Wahlessen:
Fleisch, Fisch oder Vegetarisch. Nach dem nun inzwischen
über 40 Stunden dauernden „Tag“ ging es ins Bett um für den
nächsten Tag fit zu sein. Trotz des langen Aufenthaltes auf
dem Frankfurter Flughafen war der Nachtflug ein guter
Anfang, da wir eben schon 12 Stunden länger auf der Insel
waren, als die letzten eintreffenen Wanderfreunde.
3. Tag - Vorstellung der Personen / Erste Wanderung
(26.08.2005)
Beim ersten Treffen stellten wir uns alle untereinander
vor, ebenso wurde das Hotel, die kommenden Wanderungen und
fakultativen Ausflüge vorgestellt. So konnten wir uns gut
darauf einstellen, auch bezüglich der Kosten. Auf der
Rückseite des Infoblattes waren einige wichtige Vokabeln
abgedruckt, die wir in den nächsten Tagen gut gebrauchen
konnten. Anschliessend ging es zur Eröffnungswanderung in
die nähere Umgebung: entlang eines alten Handelsweges ein
Stück hinauf in die Berge, entlang einer Levada, auf dem
Rückweg hinein nach Calheta und wieder zum Hotel. Die
Aufstiege waren teilweise schon recht steil - für die erste
Wanderung, aber der anschliessende Ausblick entschädigte
für alles, auch für den leichten Nieselregen am Ende.
Unterwegs gab es frisches, verschiedenes Obst direkt vom
Baum zur Stärkung.
4. Tag - Wanderung Cabo
entlang der Küste (27.08.2005)
Mit dem Kleinbus ging es zum Leuchtturm von Ponta do Pargo,
dem westlichsten Punkt der Insel und die ersten Strilizien
erfreuten unsere Augen. Nach einer kurzen, aber
kurfenreichen Berg- & Talfahrt startete die Wanderung
des heutigen Tages. Entlang oder in der Nähe der Küste mit
steilen Abgründen und abschliessendem Aufstieg in die Berge
um zum Abendbrot zu gelangen. Dieses gab es schon am
Nachmittag, wie in den nächsten Tagen auch. Aber so blieb
vor der Nacht noch genügend Zeit für weitere
Unternehmungen.
5. Tag - Fakultativ:
Walbeobachtung (30,- EUR) / Wanderung zurück zum Hotel
(28.08.2005)
Heute ging es mit einem kleinen Schiff, der „Ribeira Brava“
hinaus auf den Atlantik zur Walbeobachtung, vorher
allerdings noch ein kleiner Abstecher in eine ruhige Bucht
zum baden. Die Fahrt (leider nur mit Motorantrieb und ohne
Segel) gab einen guten Eindruck von der Insel - die Häuser
klebten wirklich an fast allen möglichen Stellen, nur die
Steilsten wurden ausgelassen. Im Atlantik sahen wir mehrere
Finnwale, zum Teil sehr nah. Diese waren teilweise länger
als das Schiff (12m). Der Kapitän fing noch einen
Thunfisch, welcher in herrlichen Farben schillerte (auf dem
Foto war davon leider nicht mehr viel zu erkennen). Zurück
im Hafen teilte sich unsere Wandergruppe, einige fuhren
direkt ins Hotel zurück, einige gingen am Sandstrand baden
und andere wanderten zurück. Auf dem Rückweg gab es noch
einen kleinen Abstecher zur Post um nach Hause zu
telefonieren - und das bei Wegen welche immer nur Bergauf
führen.
6. Tag - Wanderung Prazeres -> Maloeira
(29.08.2005)
Levada-Wanderung von Prazeres nach Maloeira. Nach dem sehr
guten Steak zum Abendbrot in Prazeres ging es mit dem
Kleinbus noch in die Zuckerrohrfabrik in Calheta - mit
Verkostung.
7. Tag - Fakultativ:
Funchal (25,- EUR) / (30.08.2005)
Mit dem Kleinbus ging auf der neu gebauten Schnellstrasse
nach Monte (oberhalb von Funchal) zur Besichtigung der
dortigen Kirche, mit einem herrlichen Ausblick über die
Stadt. Anschliessend konnte, wer wollte sich mit einem
Schlitten ca. 2km die Strasse herunterfahren lassen. Für
die zu zahlenden 10,-EUR war der Spass allerdings recht
kurz, besonders da die Veranstalter am Ende nochmals 15,-
EUR für ein Foto haben wollten. Weiter ging es zum
Botanischen Garten - „Jardum Botanico da Madeira“, der
trotz der späten Zeit im Jahr, noch sehr viele Blüten zu
bieten hatte. Was aber in diesen Breiten bei dem
gemässigten Klima kein Wunder ist. Die angeschlossene
Vogelausstellung war dagegen weniger interessant: viele
kleine Vögel, in viel zu kleinen Käfigen. In der Stadt
Funchal selbst machten wir alle gemeinsam noch eine kleine
Führung durch die Markthalle, anschliessend bot sich die
Freizeit an um die Stadt weiter zu erkunden. Am Ende trafen
wir uns wieder in „Blandys Weinkopanie“, ebenfalls mit
einem kleinen Rundgang, Verkostung und der Möglichkeit Wein
zu kaufen. Auf dem Rückweg noch einen Abstecher zum „Gabo
Giaro“, dem mit 580m höchsten Kap Europas.
8. Tag - Hochebene Paul
da Serra (31.08.2005)
Diesmal blieben wir in „Sichtweite“ des Hotels, die Fahrt
ging hinauf zur Hochebene „Paul da Serra“ und anschliessend
unterhalb der Gipfels „Pico das Urzes“ entlang an einer
Levada hinab zum Rabacal-Haus und dem Risco-Wasserfall.
Dies alles bei blauem Himmel und Sonnenschein. Durch einen
Tunnel gelangten wir zur anderen Seite des Berges und
wurden von dichtem Nebel begrüsst - auch ein sehr
interessanter Anblick. Der Kleinbus brachte uns über die
Hochebene zum Abendbrot - gegrilltes Hähnchen.
9. Tag - (Tunnel-) Wanderung Hochebene Paul da
Serra und Porto Moniz (01.09.2005)
Dies sollte die längste Wanderung des Urlaubs werden.
Gestartet wurde diesmal direkt auf der Hochebene mit einem
phantastischen Weitblick oberhalb der Wolken in ca. 1200m
Höhe. Die Abstiege waren wieder etwas anspruchsvoller
geworden, zumal die Pfade teilweise auch recht schmal
ausfielen. Durch die Tunnel war die Taschenlampe unbedingt
notwendig, je heller desto besser, denn der längste Tunnel
mass immerhin 1600 m! Zuvor gab es noch eine „Levada-Taufe“
- soll ja Glück bringen, aber die Betroffene sah in diesem
Augenblick nicht gerade glücklich aus. Allerdings hatte
unser Reiseführer Manuel auch für diesen Fall mit
Ersatzbekleidung vorgesorgt. Am Ende durchquerten wir auf
einer Stecke von 21 km insgesamt 9 Tunnel. Anschliessend
fuhren wir mit dem Bus nach Porto Moniz wo sich die
Möglichkeit zum Baden in einem Naturschimmbecken bot oder
man einfach bei einem Kaffee den Ausblick geniessen konnte.
10. Tag - Freizeit /
Badetag (02.09.2005)
Der heutige Tag sollte eine weitere kleine Wanderung
bringen und zwar hinab zum Stein“strand“. Nach mehreren
Anläufen in den vergangenen Tagen fand sich dann auch der
Weg, oder besser gesagt der Pfad hinab zur Küste. Die
Wanderschuhe waren bei der Kletterei sehr nützlich, denn
teilweise war der Pfad schon recht schmal und es ging fast
senkrecht in die Schlucht hinab - ohne ein Geländer
dazwischen. Der Weg war meistens nur zu erkennen, wenn man
sich direkt darauf befand, weder von oben noch von unten
konnte man die gesamte Stecke sehen, sondern nur erahnen.
Für diese Anstrengung entschädigte dann der einsame Strand.
Und wenn ich schon einmal da war, wollte ich auch baden
gehen, was bei den grossen und rutschigen Steinen
allerdings nicht so einfach war. Die Wellen des Atlantiks
taten ihr übriges und eine von ihnen drückte mich gegen
einen Stein der von der Oberfläche aus nicht zu sehen war -
die kleine Schramme wird mich auch in der nächsten Zeit
noch an diesen schönen Urlaub erinnern. ;-) Danach ging es
über viele Steine direkt an der Küste entlang nach Calheta
und weiter hinauf zum örtlichen Kunstmuseum - „Centro das
Artes Casa das Mudas“. Zum einen beeindrucke die gezeigte
Fotoaustellung, zum anderen aber auch die sehr interessante
Architektur. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle, da die
Ausblicke auf die Stadt und den Atlantik sehr interessant
sind. Der Nachmittag wurde bei Kaffee und Kuchen auf der
Hotelterrasse verbracht und Kraft für den nächsten Tag
gesammelt.
11. Tag - Wanderung
Central Calheta (03.09.2005)
Von Central Calheta (Wasserkraftwerk) ging es entlang einer
Levada nach Ponta do Sol. Nach dem Abendbrot besuchten wir
die nette Familie unseres Reiseleiters und erhielten
frisches Obst und Getränke. Auf dem Rückweg noch ein kurzer
Stop mit Ausblick auf Calheta und Madelena.
12. Tag - Wanderung
Prazeres - Küste - Prazeres (04.09.2005)
Von Prazeres aus starteten wir in Richtung Küste. Anfangs
war die Strecke noch recht flach, wurde dann aber steiler.
Links und rechts blühten die ersten „Bela Donna“ in Rosa.
Nach den sichtbaren Knollen zu urteilen werden die Wiesen
später ein rosa Meer sein, wenn alle Pflanzen blühen. Auf
Grund der hohen Temperaturen stiegen wir nicht bis zur
Küste hinab, sondern nach der Hälfte des Weges wieder
hinauf, nicht ohne einen Blick auf Jedim do Mar zu werfen.
Anschliessend ging es nach Madalena do Mar, wo wir eine
Bananenplantage besichtigten.
13. Tag - Fakultativ:
Ostkap (20,- EUR) / (05.09.2005)
Ein weiterer freiwilliger Ausflug der alle
begeistert hat. Auf dem Weg nach Osten machten wir einen
Stop am „Pico do Facho“ - mit Blick auf Machico und Canical
und schon zu erkennen, dem Ostkap. Ebenfalls von hier bot
sich ein guter Blick auf den Flughafen von Madeira in Santa
Cruz, mit regem Flugbetrieb. Das Ostkap unterscheidet sich
komplett von den bisher gesehenen Inselteilen - es war
steinig und kahl, dennoch sehr beeindruckend. An den Felsen
sah man gut die verschiedenen Gesteinsschichten und konnte
sich in etwa vorstellen, wie das ganze während der
Entstehung nach oben gedrückt wurde. Die Halbinsel war
grossteils recht gut zu erlaufen, allerdings gab es auch
schwierige Passagen, diesmal allerdings durch Halteseile
geschützt. Auf dem Rückweg konnte noch einen Abstecher zum
Meer gemacht werden um vor der grossartigen Felsarena
baden. Ebenfalls auf dem Rückweg war in Wolken gehüllt das
Ziel des nächsten Tages zu erkennen - die drei höchsten
Gipfel der Insel. Auf der Fahrt ins Hotel gab es noch einen
kurzen Stop in Canical - zum Einkaufen, Baden oder um das
Walmuseum zu besuchen - dieses hatte nur leider Ruhetag.
14. Tag - Fakultativ:
Die drei höchsten Gipfel (30,- EUR) / (06.09.2005)
Der heutige Tag begann recht zeitig, da allein die Fahrt
zum Startpunkt bereits zwei Stunden dauerte und in den
Vormittagsstunden die beste Sicht herrschen soll. Es war
trotzdem einer der heissesten Tage des Urlaubs, aber ebenso
einer der beeindruckensten. Der erste Gipfel („Pio do
Areeiro“ / 1818m) kann wohl nicht gewertet werden, da nur
die letzten 10m über Stufen zu erklettern sind, direkt
darunter beginnt der Parkplatz mit Cafe und Souveniershop.
Die ersten Meter zum zweiten Gipfel waren noch recht
einfach zu überwinden - bis man zum ersten Mal in den
Abgrund blickt - zwischen den Gipfeln mussten wir immer
wieder ein Stück in die Schlucht absteigen um auf der
anderen Seite wieder hinauf zu klettern. Trotz der
Halteseile sollte man auch bei dieser Tour Schwindelfrei
sein, für mich persönlich war das das maximale was ich
machen würde, aber das weiss man ja vorher nicht. ;-) Die
Felsen sind so riesig und beeindruckend, das die Fotos
immer nur einen kleinen Ausschnitt erkennen lassen und erst
bei genauerem betrachten sieht man die kleinen Menschen vor
der riesigen Kulisse. Der Aufstieg zum zweiten Gipfel
(„Pico das Torres“ / 1851m / man erreicht den Gipfel nicht,
sondern nur ein Plateau unterhalb) war am schwierigsten, da
es dort ziemlich lange und ziemlich steil nach oben geht.
Auf dem Plateau selber wurde eine Pause eingelegt und der
Ausblick genossen. Das Ziel, der „Pico Ruivo“ (1862m) war
bereits in Sicht, ebenso der „Achada do Teixeira“ (1592m).
Nachdem wir uns erholt hatten, ging es hinab in die nächste
Schlucht - über staubige oder in den Fels gehauene Wege.
Der Wiederaufstieg erfolgte zwischen vielen kleinen,
Schatten spendenden Bäumen zur Berghütte. Die letzten Meter
bis zum Gipfel wurden in 10 Minuten im Eilschritt
überwunden. Oben angelangt konnte man die anderen Gipfel
sehen, schliesslich waren wir auf dem Höchsten, auch die
Hochebene „Paul da Serra“ in 10km Entfernung. Der Abstieg
am „Achada do Teixeira“ vorbei gab uns ein letztes Mal das
Super-Gefühl über den Wolken zu wandern. Der Kleinbus
brachte uns hinunter nach Santana, wo nach dem Abendbrot
der Ort mit seinen historischen Madeirensischen Häusern
besichtigt werden konnte.
15. Tag - Freizeit /
kleine Wanderung ins Hinterland / (07.09.2005)
Der heutige Tag sollte nochmal für eine kleine Bergtour
genutzt werden. Zuerst sollte es nach Prazeres gehen, dann
reizte es aber, dem Weg weiter nach oben zu folgen. Vorher
allerdings, wurde noch Geld geholt - im Gegensatz zu den
meisten deutschen Geldautomaten sind die Portugiesischen
richtig nett gestaltet - man wird von einem lächelnden
Gesicht begrüsst und während des ganzen Vorganges
begleitet. Ebenso Touristenfreundlich ist Mehrsprachigkeit
der Automaten, einmal auf Deutsch umgestellt und schon war
alles kein Problem mehr, auch wenn man die Landessprache
nicht beherrscht. Bis ganz zum hinauf auf den Berg bin ich
allerdings nicht gewandert, schliesslich musste ich ja
wieder zurück ins Hotel. Also folgte ich einem Weg
unterhalb des Gipfels, welcher aber immer mehr zugewachsen
war. Teilweise war kein Weg mehr zu erkennen, aber
irgendwann musste ja wieder ein Stück kommen das etwas
freier war, schliesslich war es früher ein ordentlicher
Weg. Und so kam es auch und ich verliess oberhalb von
Calheta den Wald. In Calheta den Weg zu finden war kein
Problem mehr, schliesslich waren wir schon zwei Wochen auf
der Insel und ich war mit genügend Reserve wieder im Hotel
um am Ende des Tages den Abschieds-Grillabend nicht zu
verpassen. Hier bewies unser Reiseleiter wieder sein
Geschick - als Grillmeister, es gab Fleisch am
Lorbeerspiess. Wir bedankten uns bei ihm mit einem eigens
von zwei Wanderfreunden komponierten Liedes für die zwei
phantastischen Wochen. Danach sassen wir noch einige Zeit
zusammen und verabschiedeten uns als die ersten in Bett
verschwanden.
16. Tag - Freizeit:
Calheta / Abflug / (08.09.2005)
Während die Ersten schon auf dem Heimflug waren, waren wir
zwei „Erstangereisten“ noch gemütlich beim Frühstück. Unser
Abflug ging erst kurz vor 19 Uhr und so hatten wir fast
noch den kompletten Tag zur Erholung. Aber schliesslich
kann man sich auch später noch erholen, so machte ich meine
persönliche Abschlusswanderung nach Calheta, entlang der
Küste und dann vom Steinstand aus wieder hinauf zum Hotel.
Nach einer letzten Dusche warteten wir mit einem kühlen
Getränk auf die Abfahrt. Und nebenbei begrüssten wir die
ersten Mitglieder der nächsten Wandergruppe und gaben Tipps
für die Insel.
17. Tag - Zurück nach Hause (09.09.2005)
Der Flug verlief problemlos, so das wir
pünktlich in Frankfurt landeten. Und wie schon auf dem
Hinflug durfte ich dank der Deutschen Bahn wieder mehrere
Stunden auf dem Flughafen verbringen, da der erste Zug nach
Dresden erst am nächsten Tag ging.
Ende gut, alles gut:
Alles in allem, war dies einer der besten Urlaub die ich
bisher gemacht habe und mein Erster mit Wikinger Reisen.
Das Wetter war nur am Ersten und am Letzten Tag etwas
unangenehmer und der Spruch der auf den Shirts der Wanderer
der Alpinschule Insbruck zu lesen war, traf es voll und
ganz: „Nur wo du zu Fuss warst, warst du wirklich.“. Der
zweimalige, lange Aufenthalt auf dem Frankfurter Flughafen
war zwar ärgerlich, dafür wurden wir aber mit zwei
zusätzlichen Tagen auf der Insel entschädigt. Auch Dank
unseres Reiseleiters Manuel de Sousa Dias als Wanderführer,
Sanitäter, Kellner, Bergretter, Fahrer usw. war es ein
Klasse Urlaub!
Insgesamt (ohne die eigenen Ausflüge und fakultativen
Wanderungen) wurden ca. 110 km auf Madeira gewandert.
GPS / Google Earth:
Die Wanderrouten gibt es als Datei für Google Earth im
Download-Bereich. Vorschau - so sieht es
aus.

