Schon die Anreise zum Flughafen in Berlin-Schönefeld gestaltete sich etwas umständlich, da die meisten Züge etwas weiter westlich am Flughafen vorbeifahren und die Reisenden dann vom Hauptbahnhof Berlin ca. 40 Minuten mit der S-Bahn zurück zum Flughafen fahren dürfen. Durch das schlechte Wetter in Deutschland an diesem Tag, starteten wir mit ca. 40 Minuten Verspätung. Allerdings nicht mit "Iceland-Air" wie gebucht, sondern mit "Omni Air International" , welche sonst für Militärtransporte des US-Verteidigungsministeriums zuständig ist. Die "Boing 757-200" war auch nicht mehr die Jüngste und der Service an Bord hätte besser sein können. Während des Fluges gab es außer Wolken nicht viel zu sehen, erst im Landeanflug konnte man einen Blick auf die "Blaue Lagune" erhaschen. Auch unser Reiseleiter verspätete sich auf Grund des schlechten Wetters, aber der Reiseleiter der Wikinger-Zeltreise half aus (Danke Joachim!). So konnte ich schon an diesem Tag durch "Reykjavik" laufen und mich umschauen. Erster Stopp war die "Hallgrímskirkja" - die riesige Kirche im Stadtzentrum, ca. 10 Minuten vom Hotel entfernt. Weiter kreuz und quer durch die Stadt, den "Tjörnin"-See fast umrundet. Im Hotel traf ich dann Joachim Grünewald, unseren Reiseleiter, so das auch für den nächsten Tag alles geklärt werden konnte. An das schwefelhaltige Duschwasser muss man sich allerdings erst einmal gewöhnen, zumindest an den Geruch.
Tag 2: Tosendes Wasser
(22.06.2007)
Nach dem Frühstück und einem weiteren kleinen Stadtbummel
geht es mit dem Allradbus nach Süd-Osten. Kurz vor
"Selfoss" biegen wir nach Norden ab um unseren ersten
Krater "Kerið" und den ersten Wasserfall "Faxi" zu
besuchen. Dann zum "Gullfoss" - recht beeindruckend ! Stopp
am namens gebenden "Geysir" - welcher allerdings schon seit
Jahren keine Fontäne mehr losgelassen hat - also nur noch
ein Loch und ein Schild mitten in der Gegend ist. Gleich
nebenan gibt es aber noch aktive Geysire. Bei genügend Zeit
sollte man auf den dahinterliegenden Berg wandern, man wird
mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Weiterfahrt über
Schotterpisten zum Nordende des "þingvallavatn"-See und
Besuch der "Þingvellir / Allmännerschlucht" (isländisches
Nationaldenkmal), ein beeindruckender Spalt. Statt einer
Wanderung gab es aber nur einen Spaziergang mit Wasserfall
und ein paar alten Gräbern Isländischer Dichter. Das
wirklich Interessante ist, das sich in diesem großen Tal
(die "Þingvellir / Allmännerschlucht" ist nur eine
Bruchkante am Rand) die Europäische und Amerikanische
Kontinentalplatte treffen. Man sieht nur nicht genau wo,
aber sie driften im Jahr ca. 1-2 Zentimeter auseinander.
Bei der Fahrt nach Süden stellten wir dann fest, das die
Ortsbezeichnungen in Island etwas größer gefasst sind.
"Selfoss" ist zwar als Ort für das Hotel angegeben, liegt
aber gut 40 Busminuten vom da entfernt. Das "Fosshotel
Nesbud" im "Barackenstil" liegt in Sichtweite des
"Nesjavellir-Geothermalkrafwerkes" , auf den ersten Blick
etwas irritierend. Aber die Zimmer waren sauber und das
Wasser heiß - was will man mehr nach einem langen Tag. Das
Essen war allerdings recht "übersichtlich" gehalten - war
allen etwas zu wenig. Und das sollte bis auf das "Islandia
Hotel" und das "Fosshotel Reykholt" auch so bleiben.
Tag 3: Kraft aus der
Erde (23.06.2007)
Nach einer guten Nacht und Frühstück ging es nach "Selfoss"
um diverse Einkäufe zu erledigen (wird wohl bei den
nächsten Reisen gleich am Vortag erledigt). Wieder zurück
gab es eine Führung im "Nesjavellir-Geothermalkrafwerk"
(kostenlos/Englisch), Joachim übersetzte aber für
diejenigen, welche nicht ganz so gut Englisch konnten.
Außer riesigen Maschinen war nicht viel zu sehen, aber die
Daten sind beeindruckend: in diesem einen
Geothermal-Kraftwerk wird fast das gesamte heiße Wasser und
der Strom für die Region "Reykjavik" erzeugt! Auf der
Strecke (~30km) vom Kraftwerk in die Stadt verliert das
Wasser gerade mal 1,8 °C! Dabei erzeugt das Kraftwerk in
einem Jahr nur soviel CO2 wie ein Kohlekraftwerk in 5
Tagen! Alles wird übersichtlich auf mehreren Schaubildern
erklärt. Die 1. große Wanderung begann direkt hinter dem
Kraftwerk hinauf zu den "Heißwasserquellen", vorbei an
kleinen heißen Quellen und durch eine kleinere Schlucht.
Leider waren wir die Ersten, welche den Weg gehen würden
und es gab keine sichtbare Markierung, daher wurde das
Tagesziel nach einiger Kletterei angepasst und wir
wanderten in die entgegengesetzte Richtung zum
"Þingvallavatn" (See) . Dafür haben wir wohl einiges
gesehen, was den nächsten Gruppen, wenn der Wanderweg
feststeht, entgehen wird.
Tag 4: Der größte See (24.06.2007)
Im Katalog stand zwar etwas von +/- 300 Höhenmetern, da die
2. größere Wanderung aber im nördlichen Gebiet des
"Þingvallavatn" (See) stattfand, war sie doch eher flach.
Zuerst durch und über inzwischen bewachsene Lavafelder,
dann direkt zum See und an diesem entlang. Durch die recht
zügige Wanderung hatten wir unser eigentliches Tagesziel
schnell erreicht und verlängerten sie daher nach Süden - in
der Verlängerung der "Þingvellir / Allmännerschlucht" .
Tag 5: Natur und Museum
(25.06.2007)
Über "Selfoss" und "Hella" ging es zum "Seljalandsfoss" und
"Skógafoss" . Dort wurde das "Skógasafn"-Museum besucht,
welches die Geschichte der Region erzählt mit einer sehr
guten Führung - in Deutsch. Vor der Mittagspause in einem
andern Gebäude, wurde noch das Außengelände mit mehreren
Grassodenhäusern besichtigt. Unterwegs sieht man immer
wieder riesige Lupinien-Felder, welche absichtlich zur
Geländebefestigung ausgesäht werden da sie gut auf dem
kargen Boden gedeihen. Vorbei am Gletscher "Solhéimajökull"
und dem Eisfeld des "Mýrdalsjökull" geht es zum "Kap
Dyrholaey" um vielleicht einige "Papageientaucher" zu
sehen. Leider blieb es bei einem Strandspazierung auf
schwarzem Sand und rund geschliffenen Kieselsteinen. Direkt
auf dem Kap gibt es einen schönen Leuchtturm und Ausblick
auf die Vogelkolonien in den Felsen. Pause in "Vik" , dort
gibt es einen Gedenkstein für die rund um Island auf See
gebliebenen deutschen Seeleute. Auf dem Weg zum Hotel gab
es als besondere Attraktion noch eine Fahrt auf einem
schmalen Weg direkt durch ein "Feuerlava"-Feld - sehr
beeindruckend. Das Hotel erschien aus dem Nichts und
rundherum war auch nichts, an diesem Abend rätselten wir
noch, warum es da steht. Es liegt ebenfalls "ein Stück"
ausserhalb von "Kirkjubaejarklaustur" - ca. 25km. Das
verkürzte aber die Fahrstrecke für den nächsten Tag. Das
Hotel ist erst im Juni 2007 eröffnet wurden, also alles
noch sehr neu.
6.Tag: Skaftafell
(26.06.2007
Das Rätsel von Gestern fand eine Lösung: von einem Teil der
Zimmer und vom Speisesaal aus hat man einen phantastischen
Blick auf das "Vatnajökull"-Eisfeld (der drittgrößten
Eisfläche der Welt) und seine Gletscher. Zuvor besuchten
wir "Nupsstadur" - ein paar Grassodenhäuser und die
kleinste Kirche Islands (es sollen 35 Personen
hineinpassen, aber unsere nur halb so große Gruppe hatte
schon Probleme). Auf der Fahrt zum Startpunkt der 3.
größeren Wanderung durchquerten wir eine riesige
Sanderfläche und schauten uns im Infozentrum einen Film vom
letzten "Gletscherlauf" an. Dabei hatte ein Vulkan
unterhalb der Eisfläche riesige Mengen Eis zum tauen
gebracht, welche sich in einem See sammelten und dann mit
einem Mal ausliefen und große Zerstörungen anrichteten. Die
Ringstraße war aber trotz des großen Schadens nur wenige
Wochen unterbrochen. Parallel zur Gletscherzunge
"Skaftafellsjökull" wanderten wir in Richtung Eisfeld und
in einem großen Bogen mit drei weiteren Wasserfällen
("Svartifoss" , "Magnúsarfoss" und "Hundafoss") zurück zum
Ausgangspunkt. Wanderzeit mit Pausen ca. 6,5 Stunden. Vor
der Rückfahrt ging es noch zur "Nachbarzunge" dem
"Svinafellsjökull" .
7.Tag: Gletschersee
(27.06.2007)
Zeitige Abfahrt da eine längere Strecke anstand. Erster
Stopp am Gletschersee "Jökulsárlón" auf welchen wir eine
kleine Rundfahrt in einem Amphibienfahrzeug unternahmen,
zwischen den Eisbergen hindurch und am Ende gab es noch
einige Robben aus der Nähe zu sehen. Die Eisberge brauchen
hier bis zu 7 Jahre um zu schmelzen und den See durch die
schmale Mündung zu verlassen. Auf dem See gab es außerdem
~2000 Jahre altes Gletschereis zu lutschen. Pause in "Höfn"
und kurzer Stopp an einem Felsen in der Nähe, leider gab es
nur ein einzige Robbe zu sehen. Die nächsten Kilometer
hinter "Höfn" scheinen nur aus riesigen
Schotterhalden/Geröllhalden zu bestehen, in welche die
Ringstraße hineingeschoben/-gefräßt wurde. Danach folgte
die Straße den Fjorden - immer an der Küste entlang und
zieht sich dadurch ganz schön in die Länge. Ein sehr
stürmischer Zwischenstopp in "Djúpivogur" , bei
Kulturinteresse sollte man das örtliche Museum, im alten,
rot gestrichenen Handelshaus "Langabúð" besuchen. Stopp in
"Stöðvarfjörður" - um den dortigen Garten, gefüllt mit
Steinen aus ganz Island zu besuchen. Diese waren allerdings
ohne Beschriftung, dafür aber mit 400ISK/5EUR Eintritt -
keiner von uns war drin. In der Nähe von "Budhir" bogen wir
ins Inland ab um nach "Egilsstadir" zu gelangen. In dieser
Gegend befindet sich das größte Wiederaufforstungsgebiet
Islands. Aufgeforstet wird seit ca. 90 Jahren, einige Bäume
sind inzwischen 12 Meter hoch. Das Hotel (außerhalb der
Touristenzeit ist es ein Internat) liegt mitten im Wald -
auch mal ganz nett. Dieser Tag war der erste von zwei Tagen
mit "Islandwetter" - Wolken, Regen und kühlen Temperaturen.
8.Tag: Die Nordspitze
(28.06.2007)
Wieder ein Fahrtag - zuerst entlang des "Lagarfljót" fast
direkt nach Norden. Die etwas kürzere Strecke war wegen
Neuschnees gesperrt und kurz hinter "Egilsstadir" zeigte
das Thermometer 2°C. Erster Stopp in "Þórshöfn" , unser
Fahrer putzte extra den Bus, aber der wurde ziemlich
schnell wieder schmutzig, als wir auf die
"Langanes"-Halbinsel nördlich von "Þórshöfn" zur
Vogelbeobachtung hinausfuhren. Von Vögeln war leider nicht
viel zu sehen, dafür jede Menge Treibholz und ein
ordentlicher Nordwind. Weiter zur
"Melrakkaslétta"-Halbinsel, wo man angeblich einen
Kieselstein über den Polarkreis werfen kann. Bis ganz zur
Nordspitze schafften wir es nicht, was bei diesem Wetter
aber keinen störte. Ansonsten war es an diesem Tag eine
sehr eintönige Fahrt - alles grau in grau, bedingt durch
das Wetter. Das Fosshotel in "Húsavík" war aus meiner Sicht
das schlechteste der Reise, auch mehrere andere Reisende
hatten so ihre Problemchen damit. Der Service im Restaurant
war nicht der schnellste und das Essen scheinbar zufällig
auf den Teller gefallen, so wie es teilweise da lag.
9.Tag: NP
Jökulsargljufur (29.06.2007)
Heute sollte eine Furt durchquert werden - der Grund
Wandersandalen mitzunehmen. Leider war dem dann doch nicht
so, da sich die Furt erst auf dem Wegabschnitt hinter dem
Ende unserer 4. großen Wanderung befand. Zuerst Fahrt durch
die "Asbyrgi"-Schlucht mit den beeindruckenden Felswänden
von unten, dann ging es an den Aufstieg, teils über
Stahltreppen, teils an einem Seil (ca. 5 Meter). Wie die
Schlucht entstanden ist, kann jeder für sich entscheiden,
entweder durch den Einfluss von Gletschern oder durch den
Huf von Odins Pferd. Es ging bis zum Ende Schlucht an der
Felskante entlang, dann bogen wir nach Osten ab um zur
Schlucht des derzeitigen Gletschabflusses zu gelangen. Dort
tritt man aus dem Gebüsch heraus und steht plötzlich vor
einer sehr beeindruckenden Schlucht - der Platz wurde
gleich zur Mittagspause genutzt. Weiter ging es entlang
dieser Schlucht nach Süden, über Sand und Geröll, kleinere
Berge hinauf und hinab zu den Echofelsen
("Hljóðarklettar"). Tipp für die nächsten Gruppen: genau
fragen wo das Ende der Wanderung ist! Unser Ziel lag etwas
westlich, wir haben jedoch das kleine Hinweisschild kurz
vor dem Bach hinter den Echofelsen verpasst und den großen
Weg zum Parkplatz genommen, da stand glücklicherweise auch
unser Bus. Die Anderen warteten dagegen am richtigen Ende
des Weges, aber eben ohne Bus. Als sich alle wiedergefunden
hatten, ging zum "Dettifoss" - Europas mächtigstem
Wasserfall. So beeindruckend fand ich ihn dann allerdings
doch nicht, der "Gullfoss" strahlte mehr "Wassergewalt"
aus. Auf dem Rückweg, in Sichtweite des "Dettifoss" ,
kurzer Stopp am "Hafragilfoss". Dies war wohl der wärmste
Tag unserer Reise, mindestens 20°C, einige meinten sogar
fast 30°C. Drei aus der Gruppe verzichteten auf das
Abendessen und machten eine Walbeobachtungstour
(3800ISK/~45EUR) und waren 3 Stunden auf dem Meer
unterwegs.
10.Tag: Mývatn
(30.06.2007)
Fahrt nach Süden zum "Mývatn"-See . Erster Stopp am "Viti",
einem der "Krafla"-Krater , anschließend Wanderung im
"Leirhnjukur"-Lavagebiet nebenan. Dort gibt einen größeren
und einen kleineren Rundweg, die Zeit reichte für den
größeren und es lohnte sich auch. An einem Ende einer
herrlicher Ausblick über das ganze Gebiet und auf der
anderen Seite, zwischen dampfenden Löchern recht frische
Lava vom letzter Ausbruch (1979-1984). Auf dem Weg zurück
zum See besichtigten wir das "Námaskarð /Hverir"-Gebiet mit
Dampf- und Schlammquellen. Weiter ging es zum Südufer es
"Mývatn" , wo sich die Pseudokrater (Dies sind Krater,
welche nicht direkt durch Vulkanaktivität entstanden sind,
sondern durch Wasserdampfexplosionen - wenn die heiße Lava
auf feuchte Flächen trifft.) von "Skútustaðir" befinden.
Nach einer Pause mit Ausblick über den "Mývatn" ging es in
die "Dunkle Festung/ Dimmuborgir" zu einer kleinen
Rundwanderung, danach zum und auf den "Hverfjall" , einem
Aschekrater mit ca. 1km Durchmesser. Der Aufstieg war eine
Herausforderung, da es sich bei dem Krater um einen
riesigen Geröllhaufen handelt. Wir rutschen immer wieder
ein kleines Stück zurück, da die unterere Hälfte des Weges
nur geradeaus nach Oben ging und das Geröll sehr locker
lag. Im oberen Teil ging es dank kleiner Serpentinen etwas
zügiger. Oben wurden wir mit einem herrlichen Blick über
"Dimmuborgir" und den Krater selbst belohnt. Zur
Entspannung ging es danach in das "Mývatn Nature Baths -
Geothermalbad", wo wir zwei Stunden verbrachten (Eintritt:
1400 ISK / im Gruppenpreis 1250 ISK pro Person / ~15 EUR).
11.Tag: Nach Süden
(01.07.2007) (gefahrene Strecke: 516 km)
Ein weiterer Fahrtag welcher uns zuerst zum "Godafoss"
brachte, den man von der linken Seite wohl besser sieht als
von der rechten, auf welcher sich der große Busparkplatz
befindet. So hatten wir diese Seite fast für uns alleine
und konnten den Wasserfall genießen. Weiter ging es nach
"Akureyri" mit einer größeren Pause zur Stadtbesichtigung.
Anschließend gab es Kaffee und Kuchen in historischem
Umfeld, im Museumshof "Glaumbær" . Alles war mit alten
Möbeln und Gegenständen dekoriert, auch die Bedienungen
hatten historische Trachten an. Kaffee und Kuchen waren
natürlich frisch. ;-) Das eigentliche Museum ist ein
riesiges Grassodenhaus mit mehreren Zimmern, welches 1915
gebaut wurde. Alles ist gut beschrieben, auch in Deutsch.
Aber mit 22 Personen, welche hier lebten und arbeiten kann
ich es mir nur sehr eng vorstellen. An diesem Tag fiel auch
der Unterschied zwischen einheimischen und ausländischen
Touristen besonders auf - die Einheimischen in kurzer
Sommerkleidung, wir dagegen alle "etwas" wärmer angezogen.
Für die Isländer ist dies eben die Sommerferienzeit. Am
"Hvítserkur" - der versteinerten Trollfrau gab es neben
dieser auch eine größere Ansammlung von Robben zu sehen.
Die nun folgende längere Busfahrt wurde mit Geschichten von
Trollen, Zwergen, Elfen und "Eyvindur" verkürzt. Am Abend
Ankunft im "Fosshotel Reykholt", einem der zwei besten
Hotels dieser Reise, neben dem "Islandia Hotel". Auch
dieses war ein Themenhotel, welches Kultur als Thema hatte,
inkl. "Mondzimmer" und "Herr der Ringe-Zimmer". Die "Hot
Pot's" waren leider außer Betrieb, da es zu dieser Zeit
etwas an kaltem Wasser mangelte und wir uns nicht
verbrennen sollten.
12.Tag: Snæfellsnes
(02.07.2007) (gefahrene Strecke: 424 km)
Über "Borgarnes" ging es an der Südküste der Halbinsel
entlang nach Westen zum "Ytri-Tunga" - Steinstrand mit ein
paar weiteren Küstenseeschwalben und Robben, welche man
nach einiger Kletterei erreichen konnte. Nach einem kurzen
Stopp im Hafen von "Arnarstapi", wo gerade frisch
gefangener Fisch entladen wurde, unternahmen wir im
folgenden drei kleine Wanderungen im Küstengebiet: von
"Arnarstapi" in Richtung "Hellnar" an der Küste entlang -
zuerst an den steilen Klippen, dann durch ein Lavafeld.
Eine weitere im Gebiet von "Lóndrangar" mit Vogelfelsen und
Leuchtturm. Die letzte bei "Dritvík", wo im Jahr 1948 der
englische Trowler "Epine" strandete und von der Besatzung
aufgegeben werden musste. Heute sind noch einige
Trümmerteile am Strand zu sehen. Während der ganzen Fahrt
drohnte der "Snæfellsjökull" mit seiner Schneekappe im
Hintergrund. Vorbei am "Sendemast Gufuskálar" , dem mit 412
Metern höchstem Gebäude Westeuropas, ging es zur
Eishai-"Verköstigung" auf den kleinen Hof "Bjarnarhöfn" -
in der Nähe des "Bjarnarhafnarfjall", worauf ich und ein
paar Andere aber verzichteten. Da noch Einkäufe für den
nächsten Tag zu erledigen waren, erfolgte auch die
Rückfahrt über "Borgarnes" .
13.Tag: Selbst ist der
Wikinger (03.07.2007)
Da die Hoteleigenen "Hot Pots" leider immer noch außer
Betrieb waren und für den Tag von "offizieller" Seite
nichts geplant war, stand eine kleine Besichtigung der
"Ausgrabungen" nebenan auf dem Programm. Hier lebte der
isländische Dichter und Historiker "Snorri Sturluson" .
Nach kurzer Fahrt Richtung Osten ein kurzer Aufenthalt an
den beiden Wasserfällen "Hraunfossar" und "Barnafoss". Das
Interessante an Erstem ist, das das Wasser nicht von Oben
kommt, sondern aus einer Zwischenschicht (zwischen zwei
wasserdichten Schichten) und auf ziemlicher Breite ins Tal
fällt. Startpunkt der Tageswanderung war "Húsafell" , einem
kleinen Ort mit vielen Freizeitmöglichkeiten. Ein Teil der
Gruppe erholte sich nach einer kleineren Wanderung im
lokalen Schwimmbad, der Rest erklomm den "Bæjarfell" (5.
größere Wanderung). Da ein markierter Weg fehlte, ging es
in breiter Front an den Aufstieg. Erst an der Schlucht des
obligatorischen Wasserfalls entlang, dann in Richtung
vermuteter Bergspitze. Diese lag dann aber doch etwas
weiter links, so das wir zumindest beim Aufstieg einen
kleinen Bogen gelaufen sind. Von oben ein schöner Weitblick
über die zurückgelegte Strecke, das Tal und auf der anderen
Seite auf das "Langjökull"-Eisfeld . Auf dem vermuteten
Gipfel wurde ein kleiner "Wikinger-Steinhaufen" errichtet.
Den Abstieg überstand man recht gut, da man das
"Zackenmützenmoos" aus Dämpfer nutzen konnte, den anderen
Pflanzen sind wir natürlich ausgewichen.
14.Tag: Reykjavik
(04.07.2007)
Für eine Fahrt durch das Isländische Hochland fand sich
leider keine Mehrheit, denn Fjorde hatten wir eigentlich
schon genug gesehen. Aber man kann wohl nicht alles haben.
Einen kleinen historischen Einblick gab es in der
Tankstelle in der Nähe von "Miðsandur", in welcher mehrere
Fotos aus dem zweiten Weltkrieg zu sehen waren, als die
Amerikaner und Britten den "Hvalfjörður"-Fjord als Hafen
nutzen. "Hvalfjörður" = Walfjord weißt auf die frühere
Bedeutung hin, derzeit scheint aber die Walfangstation
wieder Instand gesetzt zu werden, so war zumindest die
Auskunft vor Ort. Von einem Wal war allerdings nicht zu
sehen, dafür konnten mehrere "Austernfischer" beobachtet
werden. In "Reykjavik" gab es eine kleine Stadtrundfahrt,
mit Stopps am "Hofdi?", dem Haus in welchem sich
Gorbatschow und Reagan im Jahr 1986 trafen um über die
Beendigung des Kalten Krieges zu sprechen, "Sun Voyager" -
Schiffsskulptur, Hafen (Walbeobachtung kostet 4100ISK),
Rathaus mit schönem Islandmodel, an dem man die Reise gut
nachvollziehen kann, Paralamentsgebäude, der
"Hallgrímskirkja"-Kirche und "Perlan" - dem (ehemaligen?)
Heißwasserspeicher für die Stadt. Der Innenraum kann
kostenlos besichtigt werden, Oben befindet sich ein Cafe
und eine Aussichtsplattform von der aus man ganz
"Reykjavik" betrachten kann. Drinnen gibt es einen kleinen
"Gysir", draußen einen Größeren. Macht sich nett auf dem
Foto, mehr auch nicht. Am Abend dann das Abschiedsessen, da
einige der Gruppe schon am frühen Morgen des kommenden
Tages zurück flogen, der Rest dagegen erst am späten Abend.
Diese hatten noch den ganzen nächsten Tag zur Verfügung um
"Reykjavik" zu erkunden und etwas zu unternehmen.
Was am Ende
bleibt
Durch die hohen Preise, sowohl der Reise als auch der
Preise in Island selbst, wird dies wohl mein einzigster
Besuch in Island bleiben. Die Landschaft, geprägt durch
Vulkanaktivitäten, sollte man aber einmal gesehen haben.
Das Wetter spielte auch super mit, bis auf zwei trübe und
graue Tage im Osten und Norden, gab es blauen Himmel und
Sonnenschein. Auf die ausgewiesenen Sterne der einzelnen
Hotels sollte man nicht unbedingt vertrauen, es ist alles
etwas einfacher eingerichtet als vermutet, da es ja nur
drei Monate Touristensaison gibt - siehe auch Extra-Seite
zu den Hotels, aber alle waren sauber und man konnte gut
schlafen - was nach einem langen Tag fast das Wichtigste
war. Da die Gruppe schon etwas älter war, wurden einige
Wanderungen etwas langsamer angegangen und die ein oder
andere Kaffeepause mehr eingelegt ;-), wahrscheinlich bin
ich aber auch nur durch die Gruppe der Neuseeland-Rundreise
zu verwöhnt. Auf jeden Fall haben wir in den zwei Wochen
eine Menge gesehen, danke Joachim für die Reiseleitung.
GPS / Google Earth:
Die Routen gibt es als Datei für Google Earth im Download-Bereich.
Größere Kartenansicht







































































