Tag 1: Anreise (21.06.2007)
Schon die Anreise zum Flughafen in Berlin-Schönefeld gestaltete sich etwas umständlich, da die meisten Züge etwas weiter westlich am Flughafen vorbeifahren und die Reisenden dann vom Hauptbahnhof Berlin ca. 40 Minuten mit der S-Bahn zurück zum Flughafen fahren dürfen. Durch das schlechte Wetter in Deutschland an diesem Tag, starteten wir mit ca. 40 Minuten Verspätung. Allerdings nicht mit "Iceland-Air" wie gebucht, sondern mit "Omni Air International" , welche sonst für Militärtransporte des US-Verteidigungsministeriums zuständig ist. Die "Boing 757-200" war auch nicht mehr die Jüngste und der Service an Bord hätte besser sein können. Während des Fluges gab es außer Wolken nicht viel zu sehen, erst im Landeanflug konnte man einen Blick auf die "Blaue Lagune" erhaschen. Auch unser Reiseleiter verspätete sich auf Grund des schlechten Wetters, aber der Reiseleiter der Wikinger-Zeltreise half aus (Danke Joachim!). So konnte ich schon an diesem Tag durch "Reykjavik" laufen und mich umschauen. Erster Stopp war die "Hallgrímskirkja" - die riesige Kirche im Stadtzentrum, ca. 10 Minuten vom Hotel entfernt. Weiter kreuz und quer durch die Stadt, den "Tjörnin"-See fast umrundet. Im Hotel traf ich dann Joachim Grünewald, unseren Reiseleiter, so das auch für den nächsten Tag alles geklärt werden konnte. An das schwefelhaltige Duschwasser muss man sich allerdings erst einmal gewöhnen, zumindest an den Geruch.

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Tag 2: Tosendes Wasser (22.06.2007)
Nach dem Frühstück und einem weiteren kleinen Stadtbummel geht es mit dem Allradbus nach Süd-Osten. Kurz vor "Selfoss" biegen wir nach Norden ab um unseren ersten Krater "Kerið" und den ersten Wasserfall "Faxi" zu besuchen. Dann zum "Gullfoss" - recht beeindruckend ! Stopp am namens gebenden "Geysir" - welcher allerdings schon seit Jahren keine Fontäne mehr losgelassen hat - also nur noch ein Loch und ein Schild mitten in der Gegend ist. Gleich nebenan gibt es aber noch aktive Geysire. Bei genügend Zeit sollte man auf den dahinterliegenden Berg wandern, man wird mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Weiterfahrt über Schotterpisten zum Nordende des "þingvallavatn"-See und Besuch der "Þingvellir / Allmännerschlucht" (isländisches Nationaldenkmal), ein beeindruckender Spalt. Statt einer Wanderung gab es aber nur einen Spaziergang mit Wasserfall und ein paar alten Gräbern Isländischer Dichter. Das wirklich Interessante ist, das sich in diesem großen Tal (die "Þingvellir / Allmännerschlucht" ist nur eine Bruchkante am Rand) die Europäische und Amerikanische Kontinentalplatte treffen. Man sieht nur nicht genau wo, aber sie driften im Jahr ca. 1-2 Zentimeter auseinander. Bei der Fahrt nach Süden stellten wir dann fest, das die Ortsbezeichnungen in Island etwas größer gefasst sind. "Selfoss" ist zwar als Ort für das Hotel angegeben, liegt aber gut 40 Busminuten vom da entfernt. Das "Fosshotel Nesbud" im "Barackenstil" liegt in Sichtweite des "Nesjavellir-Geothermalkrafwerkes" , auf den ersten Blick etwas irritierend. Aber die Zimmer waren sauber und das Wasser heiß - was will man mehr nach einem langen Tag. Das Essen war allerdings recht "übersichtlich" gehalten - war allen etwas zu wenig. Und das sollte bis auf das "Islandia Hotel" und das "Fosshotel Reykholt" auch so bleiben.

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Tag 3: Kraft aus der Erde (23.06.2007)
Nach einer guten Nacht und Frühstück ging es nach "Selfoss" um diverse Einkäufe zu erledigen (wird wohl bei den nächsten Reisen gleich am Vortag erledigt). Wieder zurück gab es eine Führung im "Nesjavellir-Geothermalkrafwerk" (kostenlos/Englisch), Joachim übersetzte aber für diejenigen, welche nicht ganz so gut Englisch konnten. Außer riesigen Maschinen war nicht viel zu sehen, aber die Daten sind beeindruckend: in diesem einen Geothermal-Kraftwerk wird fast das gesamte heiße Wasser und der Strom für die Region "Reykjavik" erzeugt! Auf der Strecke (~30km) vom Kraftwerk in die Stadt verliert das Wasser gerade mal 1,8 °C! Dabei erzeugt das Kraftwerk in einem Jahr nur soviel CO2 wie ein Kohlekraftwerk in 5 Tagen! Alles wird übersichtlich auf mehreren Schaubildern erklärt. Die 1. große Wanderung begann direkt hinter dem Kraftwerk hinauf zu den "Heißwasserquellen", vorbei an kleinen heißen Quellen und durch eine kleinere Schlucht. Leider waren wir die Ersten, welche den Weg gehen würden und es gab keine sichtbare Markierung, daher wurde das Tagesziel nach einiger Kletterei angepasst und wir wanderten in die entgegengesetzte Richtung zum "Þingvallavatn" (See) . Dafür haben wir wohl einiges gesehen, was den nächsten Gruppen, wenn der Wanderweg feststeht, entgehen wird.

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Tag 4: Der größte See (24.06.2007)

Im Katalog stand zwar etwas von +/- 300 Höhenmetern, da die 2. größere Wanderung aber im nördlichen Gebiet des "Þingvallavatn" (See) stattfand, war sie doch eher flach. Zuerst durch und über inzwischen bewachsene Lavafelder, dann direkt zum See und an diesem entlang. Durch die recht zügige Wanderung hatten wir unser eigentliches Tagesziel schnell erreicht und verlängerten sie daher nach Süden - in der Verlängerung der "Þingvellir / Allmännerschlucht" .

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Tag 5: Natur und Museum (25.06.2007)
Über "Selfoss" und "Hella" ging es zum "Seljalandsfoss" und "Skógafoss" . Dort wurde das "Skógasafn"-Museum besucht, welches die Geschichte der Region erzählt mit einer sehr guten Führung - in Deutsch. Vor der Mittagspause in einem andern Gebäude, wurde noch das Außengelände mit mehreren Grassodenhäusern besichtigt. Unterwegs sieht man immer wieder riesige Lupinien-Felder, welche absichtlich zur Geländebefestigung ausgesäht werden da sie gut auf dem kargen Boden gedeihen. Vorbei am Gletscher "Solhéimajökull" und dem Eisfeld des "Mýrdalsjökull" geht es zum "Kap Dyrholaey" um vielleicht einige "Papageientaucher" zu sehen. Leider blieb es bei einem Strandspazierung auf schwarzem Sand und rund geschliffenen Kieselsteinen. Direkt auf dem Kap gibt es einen schönen Leuchtturm und Ausblick auf die Vogelkolonien in den Felsen. Pause in "Vik" , dort gibt es einen Gedenkstein für die rund um Island auf See gebliebenen deutschen Seeleute. Auf dem Weg zum Hotel gab es als besondere Attraktion noch eine Fahrt auf einem schmalen Weg direkt durch ein "Feuerlava"-Feld - sehr beeindruckend. Das Hotel erschien aus dem Nichts und rundherum war auch nichts, an diesem Abend rätselten wir noch, warum es da steht. Es liegt ebenfalls "ein Stück" ausserhalb von "Kirkjubaejarklaustur" - ca. 25km. Das verkürzte aber die Fahrstrecke für den nächsten Tag. Das Hotel ist erst im Juni 2007 eröffnet wurden, also alles noch sehr neu.

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6.Tag: Skaftafell (26.06.2007
Das Rätsel von Gestern fand eine Lösung: von einem Teil der Zimmer und vom Speisesaal aus hat man einen phantastischen Blick auf das "Vatnajökull"-Eisfeld (der drittgrößten Eisfläche der Welt) und seine Gletscher. Zuvor besuchten wir "Nupsstadur" - ein paar Grassodenhäuser und die kleinste Kirche Islands (es sollen 35 Personen hineinpassen, aber unsere nur halb so große Gruppe hatte schon Probleme). Auf der Fahrt zum Startpunkt der 3. größeren Wanderung durchquerten wir eine riesige Sanderfläche und schauten uns im Infozentrum einen Film vom letzten "Gletscherlauf" an. Dabei hatte ein Vulkan unterhalb der Eisfläche riesige Mengen Eis zum tauen gebracht, welche sich in einem See sammelten und dann mit einem Mal ausliefen und große Zerstörungen anrichteten. Die Ringstraße war aber trotz des großen Schadens nur wenige Wochen unterbrochen. Parallel zur Gletscherzunge "Skaftafellsjökull" wanderten wir in Richtung Eisfeld und in einem großen Bogen mit drei weiteren Wasserfällen ("Svartifoss" , "Magnúsarfoss" und "Hundafoss") zurück zum Ausgangspunkt. Wanderzeit mit Pausen ca. 6,5 Stunden. Vor der Rückfahrt ging es noch zur "Nachbarzunge" dem "Svinafellsjökull" .

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7.Tag: Gletschersee (27.06.2007)
Zeitige Abfahrt da eine längere Strecke anstand. Erster Stopp am Gletschersee "Jökulsárlón" auf welchen wir eine kleine Rundfahrt in einem Amphibienfahrzeug unternahmen, zwischen den Eisbergen hindurch und am Ende gab es noch einige Robben aus der Nähe zu sehen. Die Eisberge brauchen hier bis zu 7 Jahre um zu schmelzen und den See durch die schmale Mündung zu verlassen. Auf dem See gab es außerdem ~2000 Jahre altes Gletschereis zu lutschen. Pause in "Höfn" und kurzer Stopp an einem Felsen in der Nähe, leider gab es nur ein einzige Robbe zu sehen. Die nächsten Kilometer hinter "Höfn" scheinen nur aus riesigen Schotterhalden/Geröllhalden zu bestehen, in welche die Ringstraße hineingeschoben/-gefräßt wurde. Danach folgte die Straße den Fjorden - immer an der Küste entlang und zieht sich dadurch ganz schön in die Länge. Ein sehr stürmischer Zwischenstopp in "Djúpivogur" , bei Kulturinteresse sollte man das örtliche Museum, im alten, rot gestrichenen Handelshaus "Langabúð" besuchen. Stopp in "Stöðvarfjörður" - um den dortigen Garten, gefüllt mit Steinen aus ganz Island zu besuchen. Diese waren allerdings ohne Beschriftung, dafür aber mit 400ISK/5EUR Eintritt - keiner von uns war drin. In der Nähe von "Budhir" bogen wir ins Inland ab um nach "Egilsstadir" zu gelangen. In dieser Gegend befindet sich das größte Wiederaufforstungsgebiet Islands. Aufgeforstet wird seit ca. 90 Jahren, einige Bäume sind inzwischen 12 Meter hoch. Das Hotel (außerhalb der Touristenzeit ist es ein Internat) liegt mitten im Wald - auch mal ganz nett. Dieser Tag war der erste von zwei Tagen mit "Islandwetter" - Wolken, Regen und kühlen Temperaturen.

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8.Tag: Die Nordspitze (28.06.2007)
Wieder ein Fahrtag - zuerst entlang des "Lagarfljót" fast direkt nach Norden. Die etwas kürzere Strecke war wegen Neuschnees gesperrt und kurz hinter "Egilsstadir" zeigte das Thermometer 2°C. Erster Stopp in "Þórshöfn" , unser Fahrer putzte extra den Bus, aber der wurde ziemlich schnell wieder schmutzig, als wir auf die "Langanes"-Halbinsel nördlich von "Þórshöfn" zur Vogelbeobachtung hinausfuhren. Von Vögeln war leider nicht viel zu sehen, dafür jede Menge Treibholz und ein ordentlicher Nordwind. Weiter zur "Melrakkaslétta"-Halbinsel, wo man angeblich einen Kieselstein über den Polarkreis werfen kann. Bis ganz zur Nordspitze schafften wir es nicht, was bei diesem Wetter aber keinen störte. Ansonsten war es an diesem Tag eine sehr eintönige Fahrt - alles grau in grau, bedingt durch das Wetter. Das Fosshotel in "Húsavík" war aus meiner Sicht das schlechteste der Reise, auch mehrere andere Reisende hatten so ihre Problemchen damit. Der Service im Restaurant war nicht der schnellste und das Essen scheinbar zufällig auf den Teller gefallen, so wie es teilweise da lag.

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9.Tag: NP Jökulsargljufur (29.06.2007)
Heute sollte eine Furt durchquert werden - der Grund Wandersandalen mitzunehmen. Leider war dem dann doch nicht so, da sich die Furt erst auf dem Wegabschnitt hinter dem Ende unserer 4. großen Wanderung befand. Zuerst Fahrt durch die "Asbyrgi"-Schlucht mit den beeindruckenden Felswänden von unten, dann ging es an den Aufstieg, teils über Stahltreppen, teils an einem Seil (ca. 5 Meter). Wie die Schlucht entstanden ist, kann jeder für sich entscheiden, entweder durch den Einfluss von Gletschern oder durch den Huf von Odins Pferd. Es ging bis zum Ende Schlucht an der Felskante entlang, dann bogen wir nach Osten ab um zur Schlucht des derzeitigen Gletschabflusses zu gelangen. Dort tritt man aus dem Gebüsch heraus und steht plötzlich vor einer sehr beeindruckenden Schlucht - der Platz wurde gleich zur Mittagspause genutzt. Weiter ging es entlang dieser Schlucht nach Süden, über Sand und Geröll, kleinere Berge hinauf und hinab zu den Echofelsen ("Hljóðarklettar"). Tipp für die nächsten Gruppen: genau fragen wo das Ende der Wanderung ist! Unser Ziel lag etwas westlich, wir haben jedoch das kleine Hinweisschild kurz vor dem Bach hinter den Echofelsen verpasst und den großen Weg zum Parkplatz genommen, da stand glücklicherweise auch unser Bus. Die Anderen warteten dagegen am richtigen Ende des Weges, aber eben ohne Bus. Als sich alle wiedergefunden hatten, ging zum "Dettifoss" - Europas mächtigstem Wasserfall. So beeindruckend fand ich ihn dann allerdings doch nicht, der "Gullfoss" strahlte mehr "Wassergewalt" aus. Auf dem Rückweg, in Sichtweite des "Dettifoss" , kurzer Stopp am "Hafragilfoss". Dies war wohl der wärmste Tag unserer Reise, mindestens 20°C, einige meinten sogar fast 30°C. Drei aus der Gruppe verzichteten auf das Abendessen und machten eine Walbeobachtungstour (3800ISK/~45EUR) und waren 3 Stunden auf dem Meer unterwegs.

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10.Tag: Mývatn (30.06.2007)
Fahrt nach Süden zum "Mývatn"-See . Erster Stopp am "Viti", einem der "Krafla"-Krater , anschließend Wanderung im "Leirhnjukur"-Lavagebiet nebenan. Dort gibt einen größeren und einen kleineren Rundweg, die Zeit reichte für den größeren und es lohnte sich auch. An einem Ende einer herrlicher Ausblick über das ganze Gebiet und auf der anderen Seite, zwischen dampfenden Löchern recht frische Lava vom letzter Ausbruch (1979-1984). Auf dem Weg zurück zum See besichtigten wir das "Námaskarð /Hverir"-Gebiet mit Dampf- und Schlammquellen. Weiter ging es zum Südufer es "Mývatn" , wo sich die Pseudokrater (Dies sind Krater, welche nicht direkt durch Vulkanaktivität entstanden sind, sondern durch Wasserdampfexplosionen - wenn die heiße Lava auf feuchte Flächen trifft.) von "Skútustaðir" befinden. Nach einer Pause mit Ausblick über den "Mývatn" ging es in die "Dunkle Festung/ Dimmuborgir" zu einer kleinen Rundwanderung, danach zum und auf den "Hverfjall" , einem Aschekrater mit ca. 1km Durchmesser. Der Aufstieg war eine Herausforderung, da es sich bei dem Krater um einen riesigen Geröllhaufen handelt. Wir rutschen immer wieder ein kleines Stück zurück, da die unterere Hälfte des Weges nur geradeaus nach Oben ging und das Geröll sehr locker lag. Im oberen Teil ging es dank kleiner Serpentinen etwas zügiger. Oben wurden wir mit einem herrlichen Blick über "Dimmuborgir" und den Krater selbst belohnt. Zur Entspannung ging es danach in das "Mývatn Nature Baths - Geothermalbad", wo wir zwei Stunden verbrachten (Eintritt: 1400 ISK / im Gruppenpreis 1250 ISK pro Person / ~15 EUR).

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11.Tag: Nach Süden (01.07.2007) (gefahrene Strecke: 516 km)
Ein weiterer Fahrtag welcher uns zuerst zum "Godafoss" brachte, den man von der linken Seite wohl besser sieht als von der rechten, auf welcher sich der große Busparkplatz befindet. So hatten wir diese Seite fast für uns alleine und konnten den Wasserfall genießen. Weiter ging es nach "Akureyri" mit einer größeren Pause zur Stadtbesichtigung. Anschließend gab es Kaffee und Kuchen in historischem Umfeld, im Museumshof "Glaumbær" . Alles war mit alten Möbeln und Gegenständen dekoriert, auch die Bedienungen hatten historische Trachten an. Kaffee und Kuchen waren natürlich frisch. ;-) Das eigentliche Museum ist ein riesiges Grassodenhaus mit mehreren Zimmern, welches 1915 gebaut wurde. Alles ist gut beschrieben, auch in Deutsch. Aber mit 22 Personen, welche hier lebten und arbeiten kann ich es mir nur sehr eng vorstellen. An diesem Tag fiel auch der Unterschied zwischen einheimischen und ausländischen Touristen besonders auf - die Einheimischen in kurzer Sommerkleidung, wir dagegen alle "etwas" wärmer angezogen. Für die Isländer ist dies eben die Sommerferienzeit. Am "Hvítserkur" - der versteinerten Trollfrau gab es neben dieser auch eine größere Ansammlung von Robben zu sehen. Die nun folgende längere Busfahrt wurde mit Geschichten von Trollen, Zwergen, Elfen und "Eyvindur" verkürzt. Am Abend Ankunft im "Fosshotel Reykholt", einem der zwei besten Hotels dieser Reise, neben dem "Islandia Hotel". Auch dieses war ein Themenhotel, welches Kultur als Thema hatte, inkl. "Mondzimmer" und "Herr der Ringe-Zimmer". Die "Hot Pot's" waren leider außer Betrieb, da es zu dieser Zeit etwas an kaltem Wasser mangelte und wir uns nicht verbrennen sollten.

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12.Tag: Snæfellsnes (02.07.2007) (gefahrene Strecke: 424 km)
Über "Borgarnes" ging es an der Südküste der Halbinsel entlang nach Westen zum "Ytri-Tunga" - Steinstrand mit ein paar weiteren Küstenseeschwalben und Robben, welche man nach einiger Kletterei erreichen konnte. Nach einem kurzen Stopp im Hafen von "Arnarstapi", wo gerade frisch gefangener Fisch entladen wurde, unternahmen wir im folgenden drei kleine Wanderungen im Küstengebiet: von "Arnarstapi" in Richtung "Hellnar" an der Küste entlang - zuerst an den steilen Klippen, dann durch ein Lavafeld. Eine weitere im Gebiet von "Lóndrangar" mit Vogelfelsen und Leuchtturm. Die letzte bei "Dritvík", wo im Jahr 1948 der englische Trowler "Epine" strandete und von der Besatzung aufgegeben werden musste. Heute sind noch einige Trümmerteile am Strand zu sehen. Während der ganzen Fahrt drohnte der "Snæfellsjökull" mit seiner Schneekappe im Hintergrund. Vorbei am "Sendemast Gufuskálar" , dem mit 412 Metern höchstem Gebäude Westeuropas, ging es zur Eishai-"Verköstigung" auf den kleinen Hof "Bjarnarhöfn" - in der Nähe des "Bjarnarhafnarfjall", worauf ich und ein paar Andere aber verzichteten. Da noch Einkäufe für den nächsten Tag zu erledigen waren, erfolgte auch die Rückfahrt über "Borgarnes" .

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13.Tag: Selbst ist der Wikinger (03.07.2007)
Da die Hoteleigenen "Hot Pots" leider immer noch außer Betrieb waren und für den Tag von "offizieller" Seite nichts geplant war, stand eine kleine Besichtigung der "Ausgrabungen" nebenan auf dem Programm. Hier lebte der isländische Dichter und Historiker "Snorri Sturluson" . Nach kurzer Fahrt Richtung Osten ein kurzer Aufenthalt an den beiden Wasserfällen "Hraunfossar" und "Barnafoss". Das Interessante an Erstem ist, das das Wasser nicht von Oben kommt, sondern aus einer Zwischenschicht (zwischen zwei wasserdichten Schichten) und auf ziemlicher Breite ins Tal fällt. Startpunkt der Tageswanderung war "Húsafell" , einem kleinen Ort mit vielen Freizeitmöglichkeiten. Ein Teil der Gruppe erholte sich nach einer kleineren Wanderung im lokalen Schwimmbad, der Rest erklomm den "Bæjarfell" (5. größere Wanderung). Da ein markierter Weg fehlte, ging es in breiter Front an den Aufstieg. Erst an der Schlucht des obligatorischen Wasserfalls entlang, dann in Richtung vermuteter Bergspitze. Diese lag dann aber doch etwas weiter links, so das wir zumindest beim Aufstieg einen kleinen Bogen gelaufen sind. Von oben ein schöner Weitblick über die zurückgelegte Strecke, das Tal und auf der anderen Seite auf das "Langjökull"-Eisfeld . Auf dem vermuteten Gipfel wurde ein kleiner "Wikinger-Steinhaufen" errichtet. Den Abstieg überstand man recht gut, da man das "Zackenmützenmoos" aus Dämpfer nutzen konnte, den anderen Pflanzen sind wir natürlich ausgewichen.

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14.Tag: Reykjavik (04.07.2007)
Für eine Fahrt durch das Isländische Hochland fand sich leider keine Mehrheit, denn Fjorde hatten wir eigentlich schon genug gesehen. Aber man kann wohl nicht alles haben. Einen kleinen historischen Einblick gab es in der Tankstelle in der Nähe von "Miðsandur", in welcher mehrere Fotos aus dem zweiten Weltkrieg zu sehen waren, als die Amerikaner und Britten den "Hvalfjörður"-Fjord als Hafen nutzen. "Hvalfjörður" = Walfjord weißt auf die frühere Bedeutung hin, derzeit scheint aber die Walfangstation wieder Instand gesetzt zu werden, so war zumindest die Auskunft vor Ort. Von einem Wal war allerdings nicht zu sehen, dafür konnten mehrere "Austernfischer" beobachtet werden. In "Reykjavik" gab es eine kleine Stadtrundfahrt, mit Stopps am "Hofdi?", dem Haus in welchem sich Gorbatschow und Reagan im Jahr 1986 trafen um über die Beendigung des Kalten Krieges zu sprechen, "Sun Voyager" - Schiffsskulptur, Hafen (Walbeobachtung kostet 4100ISK), Rathaus mit schönem Islandmodel, an dem man die Reise gut nachvollziehen kann, Paralamentsgebäude, der "Hallgrímskirkja"-Kirche und "Perlan" - dem (ehemaligen?) Heißwasserspeicher für die Stadt. Der Innenraum kann kostenlos besichtigt werden, Oben befindet sich ein Cafe und eine Aussichtsplattform von der aus man ganz "Reykjavik" betrachten kann. Drinnen gibt es einen kleinen "Gysir", draußen einen Größeren. Macht sich nett auf dem Foto, mehr auch nicht. Am Abend dann das Abschiedsessen, da einige der Gruppe schon am frühen Morgen des kommenden Tages zurück flogen, der Rest dagegen erst am späten Abend. Diese hatten noch den ganzen nächsten Tag zur Verfügung um "Reykjavik" zu erkunden und etwas zu unternehmen.

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Was am Ende bleibt
Durch die hohen Preise, sowohl der Reise als auch der Preise in Island selbst, wird dies wohl mein einzigster Besuch in Island bleiben. Die Landschaft, geprägt durch Vulkanaktivitäten, sollte man aber einmal gesehen haben. Das Wetter spielte auch super mit, bis auf zwei trübe und graue Tage im Osten und Norden, gab es blauen Himmel und Sonnenschein. Auf die ausgewiesenen Sterne der einzelnen Hotels sollte man nicht unbedingt vertrauen, es ist alles etwas einfacher eingerichtet als vermutet, da es ja nur drei Monate Touristensaison gibt - siehe auch Extra-Seite zu den Hotels, aber alle waren sauber und man konnte gut schlafen - was nach einem langen Tag fast das Wichtigste war. Da die Gruppe schon etwas älter war, wurden einige Wanderungen etwas langsamer angegangen und die ein oder andere Kaffeepause mehr eingelegt ;-), wahrscheinlich bin ich aber auch nur durch die Gruppe der Neuseeland-Rundreise zu verwöhnt. Auf jeden Fall haben wir in den zwei Wochen eine Menge gesehen, danke Joachim für die Reiseleitung.

GPS / Google Earth:
Die Routen gibt es als Datei für Google Earth im Download-Bereich.


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